Rasensamen – die richtige Wahl ist entscheidend

Der Traum der meisten Hobbygärtner ist es, einen tiefgrünen, satten und gepflegten Rasen zu besitzen. Aber eine solch grüne Rasenfläche ist nicht nur das Ergebnis einer regelmäßigen Pflege, sondern bereits das Aussäen des Rasens bzw. der Rasensamen spielt dabei eine große Rolle. Es gibt vielerlei Unterschiede zwischen den einzelnen Rasensorten, als es zunächst den Anschein hat und es ist lohnenswert, diese zu kennen. Nur so ist es letztendlich möglich, sicherzustellen, dass das Endergebnis sich so zeigt, wie es gewünscht ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es muss zwischen den verschiedenen Rasensamen unterschieden werden: Spiel-, Schatten-, Sport-, Nachsaat-, Strapazier- und Trockenrasen. Am bekanntesten sind die Zierrasensamen (Englischer Rasen und Berliner Tiergarten).
  • Die Herstellung von Rasensamen ist teuer und die Qualität bei den teureren Samen ist oft besser.
  • Wichtige Eigenschaften von Rasensamen sind, langsames Wachstum, späte Blühphase und Trockenresistenz
  • Der Boden muss vor der Aussaat gut vorbereitet werden, damit sich der Rasensamen gut entwickeln kann. Im Anschluss ist eine gute, bedarfsgerechte Düngung sowie eine regelmäßige Bewässerung wichtig.

Rasen ist nicht gleich Rasen

Am Markt haben sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher Rasensamen Produkte. Daher lohnt es sich, vor dem Kauf genauer hinzusehen. Wer der Ansicht ist, dass es sich bei einem Grashalm um nichts Weiteres handelt, als um Unkraut, das hin und wieder mit dem Rasenmäher gestutzt werden muss, damit es in Form bleibt, sodass sich eine schöne Rasenfläche bildet, der irrt. Denn bei einem Grashalm handelt es sich um ein empfindsames Pflänzchen. Diese benötigt das ganze Jahr über eine kontinuierliche Pflege: nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.

So ist es heute möglich, zwischen den unterschiedlichen Rasensamen zu wählen. Bei den gängigsten Samenmischungsbestandteilen handelt es sich um die Wiesen-Rispe, das Straußgras, den klassischen und bereits seit vielen Jahren verwendeten Rotschwingel sowie da in Deutschland ansässige Weidegras. Der Anteil dieser Rasensorten kann je nach gewünschter Beschaffenheit des rasen oder besser je nach Verwendungszweck variieren. So kann von den entsprechenden Vorteilen profitiert werden, sodass über einen langen Zeitraum die Freude über den Rasen anhält.

Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Rasensorten

Der Zierrasen

Hier ist der Name Programm. Dieser Rasen ist nicht für eine hohe Beanspruchung geeignet. Hunde oder tobende Kinder, die Ball spielen, sollten diesen Rasen nicht betreten. Der Pflegeaufwand ist durch die spezielle Mischung des Rasensamen reduziert, da der Rasen langsam wachsend. Besonders geeignet ist dieser Rasensamen für Vorgärten. Als Grasart finden sich vor allem die feinblättrigen Arten, wie bspw. das weiße oder rote Straußgras oder Horst-Rot-Schwingel.

Zierrasen weist eine dichte Struktur auf, wächst schnell und weist einen satten grünen Farbton auf. Selbst bei vermeintlich kahlen stellen muss sich der Gartenbesitzer keine sorgen machen, denn diese wachsen schnell wieder nach. Allerdings ist der Zierrasen aufgrund dieses Umstandes pflegeintensiver und muss stets geschnitten werden.

  Die Vorteile Die Nachteile
Zierrasen Schöne Struktur

Mittlere Wuchshöhe

Mittelschnelles Wachstum

Ansehnliches Rasenbild

Es können Kräuter wachsen

Mittlere Strapazierfähigkeit

Nicht geeignet für Schatten

Regelmäßiges mähen notwendig

Unkraut wächst schnell

Die Blumenwiese

Gartenbesitzer die eine anspruchslose und farbenfrohe Begrünung wünschen, die sind gut beraten mit einer Blumenwiese bzw. einem Kräuterrasen. Im Rasensamen ist eine Mischung zahlreicher Blumen- und Pflanzenarten zu finden bzw. Kräuterarten.

  Die Vorteile Die Nachteile
Blumenwiese / Kräuterrasen Ansehnliches Erscheinungsbild

Ökologisch wertvoll

Schicke Farbtupfer

Zieht Tiere und Insekten an

Schnelles Wachstum von Unkraut

Sport- und Spielrasen

Wenn Kinder auf dem Rasen Ball spielen und toben sollen, dann ist der Sport- und Spielrasen empfehlenswert. Dieser ist besonders strapazierfähig, wächst nicht sehr schnell und verzeiht auch einmal kleine Tritte im satten Grün.

  Die Vorteile Die Nachteile
Sport- und Spielrasen Schnelles Wachstum

Hohe Belastbarkeit

Regelmäßiger nachschnitt erforderlich

Der Schattenrasen

Dieser Rasen macht seinem Namen alle Ehre, denn schließlich gedeiht er vor allem an schattigen Plätzchen besonders gut. Für ihn ist es charakteristisch, dass er wenig Licht benötigt und dennoch wächst. Zwar ist das Wachstum langsam, aber dafür benötigt er weniger Pflege. Wer viel Moos im Garten hat, für den ist ein Schattenrasen genau richtig, denn er kann sich gegen Unkraut und Moos behaupten. Allerdings ist bei der Trittfestigkeit Vorsicht geboten und zudem sollte er stets kurz geschnitten werden. Aber durch das verlangsamte Wachstum ist er ebenso wie der Zierrasen nicht so pflegeintensiv. Wichtig ist den Rasen regelmäßig zu düngen, um das Wachstum auf einem gleichen Niveau zu halten. Bei längerfristigen Trockenperioden ist es empfehlenswert, den Rasen zu wässern.

  Die Vorteile Die Nachteile
Schattenrasen Gut gegen Unkraut und Moos

Anspruchslos

Mittlere Wachstumshöhe

Für Schatten geeignet

Geringe Trittfestigkeit

Die beliebtesten Rasensamen Hersteller

Um von den hervorragenden Eigenschaften zu profitieren, sollte auf namhafte und qualifizierte Hersteller setzen, wie bspw.:

Wolf-Garten     Loretta     Kiepenkerl     Substral     Greenline     Neudorff     Gf Grass     Sport und Spiel       Greenfield    Dehner     Compo     Garden Flora

Wichtige Kaufkriterien für den Rasensamen

Wenn es darum geht den passenden Rasensamen zu kaufen, sollte auf folgende Dinge geachtet werden:

Qualität: In dieser Hinsicht sollte die Wahl auf qualitative Hersteller geachtet werden. Hier ist es ratsam einen Rasensamen Vergleich zu nutzen, um sich eine Übersicht bekannter Marken und Hersteller zu erhalten.

Einsatzzweck: Geht es um die Wahl des Rasensamen sollte stets auf den Einsatzzweck geachtet werden. Soll dieser nur zur Begrünung dienen? Ist der Boden eher anspruchsvoll? Liegt die Rasenfläche im Schatten? All diese Fragen sind essenziell, um das beste Saatgut für die Gartenbegrünung zu finden.

Pflege: Pflege und die Zeit des Gartenbesitzers sind ebenfalls wichtig. Beispielsweise ist der Zierrasen sehr ansprechend von der Optik, aber zugleich auch besonders pflegeintensiv. Aufgrund des schnellwachsenden Charakters muss er immer wieder gemäht und ausgebessert werden. Für die Gartenbesitzer die wenig Zeit haben, ist der Zierrasen daher völlig ungeeignet. In diesem Fall ist ein Zierrasen deutlich empfehlenswerter, da dieser weniger anspruchsvolle Grassorten enthält.

Ist es möglich, dass Rasensamen verdirbt?

Rasensamen hält sich bei sachgerechter Lagerung bis zu drei Jahren. Allerdings verringert sich seine Keimfähigkeit, desto älter er ist. Die meisten Mischungen weisen nach Ablauf von drei Jahren eine Keimfähigkeit von 50 bis 70% auf. Wer alten Rasensamen hat, der kann einfach die Menge pro Quadratmeter verdoppeln.

Gibt es einen Rasensamen, der überall wächst?

Der Spiel- und Gebrauchsrasen wächst fast überall. Die einzige Ausnahme sind schattige Stellen, denn dieser Rasen liebt Sonne und er verträgt ebenfalls längere Trockenperioden.